Hypertrophe Narbe

Hypertrophe Narben erkennen und effektiv behandeln

Während eingesunkene (atrophe) Narben oft erst nach längerer Zeit zu beobachten sind, entstehen hypertrophe Narben bereits kurz nach der Wundheilung oder noch in deren Verlauf. In dem Fall liegt eine Störung der Narbenreifung vor und es kommt zu einer Überproduktion von Bindegewebsfasern an der betroffenen Hautstelle. Die Folge ist eine Narbe, die zur Wulstbildung neigt und sich über das umliegende Hautniveau erhebt. Grundsätzlich bleibt die Veränderung zwar auf das ursprüngliche Verletzungsgebiet beschränkt (im Gegensatz zu Narbenkeloiden), nichtsdestotrotz können wulstige Narben für Patienten eine psychische Belastung darstellen. Erfahren Sie deshalb bei uns, wie Sie hypertrophe Narben erkennen und effektiv behandeln!

Wie entstehen hypertrophe Narben?

Hypertrophe Narben treten in der Regel auf, wenn starke Spannung auf die Wunde ausgeübt wird. Das passiert, wenn das betroffene Hautareal nach der Verletzung nicht ruhiggestellt oder genügend geschont wird. Oft ist dies besonders bei Narben an Gelenken der Fall, da diese ständig in Bewegung sind. Auch Narben nach Verbrennungen sind häufiger betroffen.

Bei chirurgischen Eingriffen berücksichtigt der behandelnde Arzt meist folgende Faktoren, um eine hypertrophe Narbenentwicklung zu vermeiden:

  • Schnittlinienführung entsprechend den Spannungslinien der Haut
  • Spannungsfreier Wundverschluss
  • Geeignetes Nahtmaterial und Nahttechniken
  • Berücksichtigung von „Problemzonen“ wie Brust, Schulter oder Ohrläppchen

Darüber hinaus können Infektionen der Wunde die Ausbildung hypertropher Narben begünstigen.

Hypertrophe Narbe – Welche Behandlung ist die beste?

Welche Behandlung die beste ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab und ist deshalb nicht pauschal zu sagen. Sollten Sie an einer wulstigen Narbe leiden, ist die gute Nachricht: Hypertrophe Narben lassen sich in der Regel erfolgreich therapieren. Je nach Ausprägung der hypertrophen Narbe gibt es verschiedene Behandlungsmöglichkeiten. Hilfreich kann die konsequente Behandlung mit einem Narbengel sein. Bei problematischen oder älteren, verhärteten Narben können z. B. entweder Kortison-Injektionen, die Kryotherapie oder Laserbehandlungen zum Einsatz kommen.

Hypertrophe Narben mit Narbengel behandeln

Für die Behandlung von hypertrophen Narben eignet sich z. B. Contractubex® Gel, ein wirkstoffhaltiges Narbengel aus der Apotheke. Contractubex® wird auch in medizinischen Leitlinien empfohlen.1 Bei regelmäßiger Anwendung des Gels kann das Aussehen der erhabenen Narbe deutlich verbessert und Juckreiz und Rötung minimiert werden.2 Auch bei älteren Narben kann sich eine konsequente Behandlung über mehrere Monate mit Contractubex® Gel lohnen. Probieren Sie es aus!

Behandlung eingesunkener Narben in der Arztpraxis

Bei der Therapie mit Kortison erfolgt die Injektion des Wirkstoffs direkt in das Narbengewebe. Dieses Verfahren wird oft bei frischen Narben angewendet. Lassen Sie sich von einem Dermatologen beraten, ob diese Behandlung für Sie sinnvoll wäre!

Bei der Kryotherapie wird das Narbengewebe mit flüssigem Stickstoff vereist. Nach der Vereisung entstehen Hautblasen, die nach etwa vier bis sechs Wochen vollständig abheilen. Danach sind weitere Therapiesitzungen möglich, bis der gewünschte Behandlungserfolg erzielt wurde.

Helfen die zuvor genannten Behandlungsmethoden nicht, gibt es letztlich die Möglichkeit, durch eine (erneute) Operation, das wulstige Narbengewebe zu entfernen und die Wunde wiederholt zu verschließen. Dabei kommen verschiedene Techniken der rekonstruktiven Chirurgie zum Einsatz.

Für welche Behandlung Sie sich auch entscheiden: Contractubex® Gel kann sowohl alleinig als auch unterstützend zur jeweiligen Therapie eingesetzt werden, um das Erscheinungsbild Ihrer Narbe zu verbessern und ggf. erneuter Narbenbildung vorzubeugen. Da die Behandlung einer hypertrophen Narbe vielfältig ausfallen kann, lassen Sie sich unbedingt ausführlich von Ihrem behandelnden Arzt beraten, welche Therapie für Ihre Narbe infrage kommt!

1 Nast A. et al, J Dtsch Dermatol Ges 2020
2 Willital GH, Simon J., J Drugs Dermatol 2013

Pflichttext Contractubex® Gel

Anwendungsgebiete:

Bei vergrößerten (hypertrophen), wulstigen (keloidförmigen), bewegungseinschränkenden u. optisch störenden Narben nach Operationen, Amputationen, Verbrennungen u. Unfällen; bei Gelenksteife (Kontrakturen) z.B. der Finger (Dupuytren’sche Kontraktur) u. durch Verletzung entstandenen (traumatischen) Sehnenkontrakturen sowie bei Narbenschrumpfungen (atrophe Narben). Anwendung nach Wundschluss.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Stand: Mai 2021

Merz Pharmaceuticals GmbH, 60048 Frankfurt

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