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Die Wundheilung von Narben fördern – mit der richtigen Ernährung

Die Wundheilung von Narben und die Regeneration der betroffenen Hautpartien kostet unseren Körper eine Menge Kraft. Schließlich müssen neue Zellen gebildet und der Stoffwechsel angekurbelt werden, um die Wunde bestmöglich zu versorgen. Wie Sie mit einer ausgewogenen Ernährung und den richtigen Lebensmitteln die Wundheilung fördern können, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Ernährung: Wundheilung positiv beeinflussen

Die richtige Ernährung kann bei der Wundheilung eine wichtige Rolle spielen und den Heilungsprozess positiv beeinflussen. Für den Neuaufbau von Zellen benötigt der Körper viel Energie, daher bieten sich gehaltvolle Nährstoffe wie Eiweiße und Kohlenhydrate an. Auch Vitamine sowie Mineralstoffe und Spurenelemente können den Stoffwechselprozess unterstützen. Daher können bei Menschen, die auf eine ausgewogene Ernährung achten, Wunden besser abheilen. Zusätzlich sollten natürlich auch weitere Störfaktoren der Wundheilung, wie z. B. das Rauchen, vermieden werden.

Wundheilungsfördernde Lebensmittel und Nährstoffe

Eine Mangelernährung dagegen kann für den Heilungsprozess hinderlich sein. In der folgenden Aufzählung geben wir Ihnen einen Überblick über wundheilungsfördernde Vitamine, Nährstoffe und Spurenelemente sowie die Lebensmittel, in denen Sie zu finden sind:

Nährstoffe

  • Eiweiß: Proteine für den Aufbau von Bindegewebe
    Genügend Eiweiß ist für eine rasche Wundheilung von großer Bedeutung, da der Nährstoff den Sauerstofftransport zum abheilenden Wundgewebe fördert. Proteine versorgen den Körper außerdem mit essenziellen Aminosäuren, die u.a. für den Aufbau von Binde- und Granulationsgewebe sowie für das Zellwachstum benötigt werden.
    Vorkommen: Tierisches Eiweiß ist in Milchprodukten, Eiern, Fleisch und Fisch zu finden. Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen und Linsen sind eine Alternative für die vegetarische bzw. vegane Ernährung.
  • Kohlenhydrate: Decken des Energiebedarfs
    Kohlenhydrate stellen generell die wichtigste Energiequelle für den Körper dar. Die Wundheilung erfordert einen erhöhten Energiebedarf. Auch um den Abbau von körpereigenem Protein zu verhindern, ist eine ausreichende Versorgung mit Kohlenhydraten notwendig.
    Vorkommen: Kohlenhydrate nehmen Sie vor allem durch Lebensmittel wie Brot, Kartoffeln, Nudeln und Reis mit Ihrer Ernährung auf.

Vitamine

  • Vitamin A: Aufbau neuer Haut
    Vitamin A ist wichtig für den Aufbau von neuem Hautgewebe. Das Vitamin ist an der Kollagensynthese im Körper beteiligt. Ein Mangel an Vitamin A kann dafür verantwortlich sein, dass es zu einer Verzögerung bei der Wundheilung kommt.
    Vorkommen: In Gemüse kommt Vitamin A vor allem bei Karotten, Wirsing und Grünkohl vor. Einen besonders hohen Anteil an Vitamin A hat außerdem (Kalbs-)Leber.
  • Vitamin C: Anregung der Kollagenproduktion
    Vitamin C fördert die Kollagenbildung im menschlichen Körper. Gleichzeitig unterstützt das Vitamin die körperliche Abwehrreaktion bei Infektionen. Durch Vitamin C wird die Aufnahme von Eisen (ebenso ein wichtiger Nährstoff zur Wundheilung) im Dünndarm gefördert. Da Vitamin C nicht im Körper gespeichert werden kann, ist die regelmäßige Aufnahme von Vitamin C über unsere Ernährung deshalb umso wichtiger.
    Vorkommen: Brennnessel, Sauerampfer und Fenchel verfügen über einen hohen Anteil an Vitamin C. Obst wie Zitrusfrüchte und Beeren können die vitaminreiche Ernährung ergänzen.
  • Vitamin E: Unterstützung für das Immunsystem
    Vitamin E besitzt eine antioxidative Wirkung und entschärft dadurch freie Radikale. Damit ist das Vitamin wichtig für den Zellschutz. Gleichzeitig kann Vitamin E Entzündungen abschwächen und somit das körpereigene Immunsystem unterstützen.
    Vorkommen: Zu den Lebensmitteln mit einem hohen Gehalt zählen vor allem Öle wie Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl und Distelöl.
  • Vitamin K: Förderung der Blutgerinnung
    Vitamin K ist in erster Linie zur Förderung der Blutgerinnung dienlich.
    Vorkommen: Vitamin K ist unter anderem in Kopfsalat und vielen Kohlsorten wie Brokkoli, Grünkohl oder Chinakohl in besonders hohem Maß zu finden.

Mineralstoffe & Spurenelemente

  • Eisen: Sauerstofftransport und Kollagenvernetzung
    Für den Sauerstofftransport im Körper ist Eisen als Bestandteil von Hämoglobin zuständig. Das Spurenelement ist darüber hinaus bei der Kollagenvernetzung hilfreich.
    Vorkommen: Pflanzliches Eisen kann der Körper deutlich schlechter aufnehmen als Eisen aus tierischen Produkten. Zu den Lebensmitteln mit hohem Eisengehalt zählen u.a. (Schweine-)Leber, Pfifferlinge und Kürbiskerne.
  • Zink: Regeneration der Haut
    Zink reichert sich in den Hautzellen in hoher Konzentration an und kann den Wundverschluss fördern. Das Spurenelement unterstützt außerdem die Neubildung von Proteinen, um das zerstörte Gewebe zu ersetzen. Darüber hinaus kann Zink antibiotisch auf Bakterien wirken und dadurch Entzündungen vorbeugen.
    Vorkommen: Ähnlich wie bei Eisen, kann der Körper auch pflanzliches Zink nur eingeschränkt aufnehmen. Austern weisen einen besonders hohen Zinkanteil auf, aber auch (Kalbs-)Leber, Sojabohnen und Kürbiskerne versorgen den Körper mit dem wichtigen Spurenelement.

Wenn bei Ihnen der Eindruck entsteht, dass Ihre Ernährung nicht nährstoffreich genug ist, versuchen Sie das zu beheben, indem Sie die Nährstoffdichte erhöhen und vielleicht sogar Zwischenmahlzeiten einplanen. Die Einnahme von Spurenelementen kann zusätzlich unterstützen und somit eine bessere Wundheilung ermöglichen. In einigen Fällen kann es ratsam sein, einen Ernährungsberater hinzuzuziehen, um durch die Ernährung die Wundheilung positiv beeinflussen zu können.

Für bessere Wundheilung: Narbenpflege mit Contractubex® Gel

Neben der richtigen Ernährung ist auch die Narbenpflege von außen ein wichtiger Faktor für den Heilungsprozess der Haut. Sobald die Wunde verschlossen und der Wundschorf vollständig abgefallen ist oder die Fäden gezogen wurden, können Sie mit der Pflege der Narbe von außen beginnen. Narbengele wie das Contractubex® Gel wirken antibakteriell, entzündungshemmend sowie feuchtigkeitsspendend und unterstützen die Heilung einer später unauffälligen Narbe. Mit Contractubex® Gel kann durch die enthaltenen Wirkstoffe der Ausbildung einer wulstigen Narbe vorgebeugt werden.

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Pflichttext Contractubex® Gel

Anwendungsgebiete:

Bei bewegungseinschränk., vergrößerten (hypertrophischen), wulstigen (keloidförmigen) u. opt. störenden Narben nach Operationen, Amputationen, Verbrennungen u. Unfällen; bei Gelenksteife (Kontrakturen) z. B. der Finger (Dupuytren’sche Kontraktur) u. durch Verletzung entstandenen (traumatischen) Sehnenkontrakturen sowie bei Narbenschrumpfungen (atrophe Narben) (nach Wundschluss). Enthält Methyl-4-hydroxybenzoat und Sorbinsäure, Packungsbeilage beachten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Stand: Dezember 2014
Merz Pharmaceuticals GmbH, 60048 Frankfurt

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