Warum jucken oder schmerzen Narben bei Wetterwechsel

Sie haben eine Narbe? Dann kennen Sie das vielleicht: Plötzlich und aus scheinbar unerfindlichen Gründen juckt oder schmerzt die Narbe – auch, wenn diese bereits älter ist. Häufig treten Narbenschmerzen im Frühjahr oder im Herbst auf, was die Vermutung nahelegt, dass ein Wetterumschwung der Grund für diese Missempfindungen sein kann.

Narbenschmerzen: Besonders Frauen, sensible oder ältere Menschen sind betroffen

Dieses Phänomen ist durchaus bekannt, die Ursache jedoch leider bisher nicht gänzlich geklärt. Wenn sich der Druck in der Atmosphäre ändert, verursacht dies oft körperliche Beschwerden – nicht nur bei Narben. Den Satz „Meine Knie schmerzen, morgen wird es regnen!“ haben Sie bestimmt mehr als einmal gehört. Besonders ältere, kranke oder sensible Menschen reagieren auf einen Wetterumschwung mit Schmerzen in Gelenken und Narbengewebe, Schwindel, Müdigkeit oder z. B. Schlaflosigkeit. Frauen sind hiervon häufiger betroffen als Männer, Gründe gibt es dafür bislang nicht.

Wenn also Ihre Narbe sticht, juckt oder schmerzt, liegt dies vermutlich an den geschädigten Nervenfasern in der Haut, die entweder durch die ursprüngliche Verletzung anders als üblich verlaufen oder durch das nachwachsende Bindegewebe der Narbe beeinträchtigt werden. Auch wenn Ihre Narbe viele Monate keine Beschwerden verursacht, können durch einen Wetterumschwung Reize auf den Körper übertragen werden, die die genannten Befindlichkeitsstörungen in der Narbenregion auslösen.

Was verschafft Linderung?

Glücklicherweise gibt es einige Maßnahmen, die Sie treffen können, um Narbenschmerzen bei einem Wetterwechsel möglichst zu vermeiden:

  • Tragen Sie über der empfindlichen Narbe keine scheuernde Kleidung und vermeiden Sie es unbedingt, an der Narbe zu kratzen – auch wenn es noch so schwerfällt
  • Ein wirkstoffhaltiges Narbengel (Contractubex® Gel) hilft, Schmerz und Juckreiz zu lindern
  • Kühlen Sie Ihre Narbe vorsichtig, dies mindert ebenfalls den Juckreiz

Was hilft vorbeugend?

Ebenfalls können Sie Vorkehrungen treffen, damit Ihr Körper weniger empfindlich auf Wetterumschwünge reagiert. Mediziner raten dazu, den eigenen Körper „abzuhärten“, um späteren Problemen vorzubeugen.

Bei der Abhärtung helfen vor allem die folgenden Maßnahmen:

  • ein täglicher Spaziergang an der frischen Luft, möglichst in der Mittagspause, um genügend Sonnenstrahlen aufzunehmen
  • mindestens drei Stunden Sport pro Woche (beispielsweise Joggen, Radfahren, Walken), am besten im Freien
  • abwechselnd kalt und warm duschen
  • den Wohn- und Arbeitsbereich regelmäßig lüften
  • eine gesunde und ausgewogene Ernährung
  • ausreichend Schlaf, spätestens ab 23 Uhr für ca. sieben bis acht Stunden
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