Praktische Tipps zur Narbenbehandlung

Eine Narbe bedarf der Pflege sowie Aufmerksamkeit und darf nicht vernachlässigt werden. Vor allem ist sie vor äußeren Reizungen und Austrocknung zu schützen.

Hier einige wertvolle Tipps:

  • Frische Narben sollten etwa ein halbes bis ein Jahr keinen starken Temperaturreizen ausgesetzt werden. Intensive Sonnen- und UV-Bestrahlung, Solarium, Saunabesuche und Kälte können das neue, besonders empfindliche Gewebe in seiner Narbenbildung negativ beeinflussen und die Regeneration des Gewebes stören. Zudem können unerwünschte Veränderungen der Farbe und Beschaffenheit der Haut auftreten. Schützen Sie die Narbe vor Sonneneinwirkung mit einem besonders lichtstarken Präparat.
  • Vermeiden Sie enge oder scheuernde Kleidungsstücke über narbig veränderter Haut. Das Narbengewebe ist empfindlicher als gesunde Haut und kann auf solche Reizungen mit Rötungen und Verhärtungen reagieren.
  • Schonen Sie vor allem Narben, die nahe am Knochen liegen, z. B. am Ellenbogen, Schienbein oder am Fußknöchel.
  • Achten Sie darauf, dass Sie das Narbengewebe nicht erneut verletzen, z. B. durch harte Schuhränder. Auch kann beim Sport durch den Aufprall z. B. eines Balles eine frische Narbe leicht aufplatzen. Die Heilungschancen sind dann ungünstiger, weil sich eine bereits geschädigte Haut nicht mehr so gut regenerieren kann.
  • Relativ glatte Narben im Gesicht, am Hals oder im Dekolleté-Bereich lassen sich durch eine gezielte Schminktechnik (Camouflage) z. B. für einen Abend kurzfristig abdecken.
  • Damit die Narbe optimal verheilen kann und so unauffällig wie möglich wird, sollte man direkt nach Fadenzug bzw. nach Wundschluss aktiv mit der Narbenbehandlung beginnen.
    Je nach Ausprägung der Narbe kann bei einer konsequenten Pflege über mehrere Wochen bis Monate auf diese Weise wulstigem Narbengewebe vorgebeugt werden. Auch Rötungen können nach und nach verblassen. Die Narbe wird insgesamt elastischer und unauffälliger.

 

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