Behandlung von Schnittwunden

Schnittwunden entstehen häufig durch Unachtsamkeit beim Hantieren mit scharfen Gegenständen: Ein Ausrutscher beim Zwiebelschneiden, das Aufheben eines heruntergefallenen und zerbrochenen Glases oder der Schnitt an einem scharfkantigen Stück Papier verursachen schmale, aber oft tiefe Hautverletzungen. Obwohl eine Schnittwunde von außen eher unauffällig erscheint, kann sie recht schmerzhaft sein und an der betroffenen Stelle brennen. Grund dafür sind verletzte Nervenbahnen, die bis kurz unter die Hautoberfläche reichen und durch die ständige Bewegung und Hautspannung gereizt werden. Leichte Schnittwunden dieser Art sind in der Regel ungefährlich, sollten jedoch richtig versorgt werden, um den Schmerz zu stillen und eine schnelle Heilung zu ermöglichen.

Schnittwunden kleben oder nähen – Schnittverletzungen vom Arzt behandeln lassen

Am häufigsten sind Finger, Hände und Arme von Schnittverletzungen durch Alltagsunfälle betroffen. Fühlt sich die verletzte Körperstelle taub an oder ist die Bewegung z. B. nach einem Schnitt in den Finger eingeschränkt, wurden womöglich nicht nur obere Hautschichten, sondern darunter verlaufende Nerven oder Sehnen verletzt. Auch Blutbahnen oder Muskeln können davon betroffen sein.

In diesem Fall sollten Sie unbedingt einen Arzt aufsuchen, der die Schnittverletzung professionell behandelt, um Folgeschäden zu vermeiden. Der Arzt entscheidet, ob die Schnittwunde zur besseren Heilung genäht, geklebt oder mit Wundnahtstreifen versorgt werden muss. In der Regel werden Schnittwunden genäht, geklebt oder geklammert, wenn es sich um eine Verletzung handelt, die größer als ein Zentimeter ist. Auch Schnittverletzungen im Gesicht oder am Körper werden auf diese Art behandelt, da die Narben einer geklammerten, genähten oder geklebten Schnittwunde meist unauffälliger abheilen, als bei offener Wundheilung.

Auch bei folgenden Anzeichen nach einer Schnittverletzung sollten Sie Ihren Arzt aufsuchen:

  • Unstillbare Blutung der Schnittverletzung
  • Starke Rötung und/oder Schwellung der Schnittwunde
  • Klaffende Wundränder
  • Nässende oder eiternde Schnittverletzung
  • Auffälliges Wärmegefühl rund um die Schnittwunde
  • Anhaltende Schmerzen und „Pochen“ der Wunde
  • Fieber

Wundversorgung bei Schnittverletzungen in drei Phasen

Handelt es sich um eine kleinere Schnittverletzung, können Sie die Wunde selbst versorgen. Die optimale Wundversorgung einer Schnittverletzung erfolgt in drei Schritten:

  1. Desinfektion der Schnittwunde

Schnittverletzungen treten immer wieder bei Arbeiten im Haushalt auf. Haben Sie sich beispielsweise beim Schnippeln in der Küche geschnitten, sollten Sie die Schnittwunde zunächst mit klarem Leitungswasser ausspülen, um das Risiko für Infektionen zu reduzieren. Außerdem hat Wasser eine kühlende Wirkung und stoppt in der Regel den Blutfluss der Schnittwunde. Sollten Sie noch kleine Glassplitter in der Wunde entdecken, entfernen Sie diese am besten mit einer spitzen und sterilen Pinzette.

  1. Wundheilung der Schnittwunde

Bevor Sie die Schnittwunde mit einem Pflaster oder einem sterilen Wundverband (zum Schutz vor Schmutz und Keimen) versorgen, können Sie die Schnittverletzung mit einer Wunddesinfektion oder -salbe behandeln. Diese fördert die feuchte Wundheilung und wirkt leicht kühlend. Wechseln Sie täglich das Pflaster oder die Kompresse und versorgen Sie die Schnittwunde erneut mit Salbe, um die Regeneration der Haut zu fördern.

  1. Narbenbehandlung der Schnittwunde

Nach dem Wundverschluss können Sie mit der Narbenbehandlung Ihrer Schnittverletzung beginnen. Contractubex® Gel ist ein Arzneimittel zur Narbenbehandlung mit pharmazeutischem Zwiebelextrakt, Allantoin und Heparin und kann dafür sorgen, dass das Narbengewebe glatter, flacher, weicher sowie insgesamt weniger auffällig und ästhetischer wird. Das Narbengel Contractubex® ist auch zur Pflege älterer Narben geeignet.

Pflichttext Contractubex® Gel

Anwendungsgebiete:

Bei vergrößerten (hypertrophen), wulstigen (keloidförmigen), bewegungseinschränkenden u. optisch störenden Narben nach Operationen, Amputationen, Verbrennungen u. Unfällen; bei Gelenksteife (Kontrakturen) z.B. der Finger (Dupuytren’sche Kontraktur) u. durch Verletzung entstandenen (traumatischen) Sehnenkontrakturen sowie bei Narbenschrumpfungen (atrophe Narben). Anwendung nach Wundschluss.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Stand: Mai 2021

Merz Pharmaceuticals GmbH, 60048 Frankfurt

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