Behandlung von Schürfwunden

Schürfwunden sind meist oberflächliche Hautverletzungen, die z. B. durch einen Sturz auf Asphalt verursacht werden können, häufig bei Kindern auftreten und als typische Sportverletzung gelten. Besonders oft sind Knie, Ellenbogen, Handflächen und das Gesicht betroffen.

Schmerzende, nässende oder eiternde Schürfwunden behandeln

Die Hautabschürfungen fallen oft großflächig aus, dazu schmerzen, nässen oder eitern Schürfwunden in vielen Fällen. Das deutet darauf hin, dass zusätzlich zur obersten Hautschicht (Epidermis) die darunter liegende Lederhaut von der Verletzung betroffen ist und auch Blut- und Lymphgefäße verletzt wurden. Die Wunde blutet und nässt, um Fremdkörper mithilfe des körpereigenen Sekrets auszuschwemmen.

Um Infektionen zu vermeiden, sollten Schürfwunden immer mit sauberem Leitungswasser oder einer milden Hautdesinfektion gereinigt werden. Mögliche Fremdkörper wie beispielsweise Steinchen oder Splitter können vorsichtig mit einer sterilen Pinzette entfernt werden. Sitzen die Fremdkörper sehr tief, sollte die Wunde von einem Arzt versorgt werden.

Schürfwunde – feuchtes Wundklima für optimale Wundheilung

Bei der Behandlung einer Schürfwunde wird nach heutigem Wissensstand zu einer feuchten Wundheilung geraten. Das bedeutet, dass Wunden nicht an der Luft trocknen und abheilen, sondern mit einem Wundschnellverband oder speziell beschichteten Schürfwundenpflastern geschützt werden.

Das feuchte Wundklima der speziellen Schürfwundenpflaster bietet optimale Bedingungen zum Abheilen der Schürfwunde, da heilende Stoffwechselprozesse schneller ablaufen. Darüber hinaus bildet sich kein juckender Wundschorf, der an bestimmten Körperstellen für ein Spannungsgefühl der Haut sorgt und damit die Bewegungsfreiheit einschränken kann.

Das Schürfwundenpflaster sollte in regelmäßigen Abständen gewechselt werden, um eine Infektion durch eindringende Erreger zu verhindern. Bei besonders großen oder tiefen Schürfwunden sollten Sie einen Arzt aufsuchen, der die Wunde professionell versorgt. Auch stark eiternde Wunden, die ungewöhnliche Rötungen, Fieber und ein Anschwellen der Lymphknoten nach sich ziehen, müssen von einem Arzt behandelt werden. Ein Besuch beim Arzt ist außerdem bei fehlendem Tetanusschutz dringend empfohlen, denn schon eine kleine Schürfwunde kann ausreichen, um sich mit der bakteriellen Infektionskrankheit zu infizieren.

Auf diese Behandlungsmethoden sollten Sie bei Schürfwunden verzichten:

  • Reiben Sie nicht an der Schürfwunde.
  • Pusten oder berühren Sie die Schürfwunde nicht mit dem Mund.
  • Behandeln Sie frische Schürfwunden auf keinen Fall mit fragwürdigen Hausmitteln.
  • Achten Sie darauf, dass die Wunde beim Duschen oder Baden nicht mit Wasser in Berührung kommt.

Narbenpflege bei unschönen Schürfwunden

In der Regel heilen Schürfwunden innerhalb von zwei Wochen ab. Es ist auch aber auch möglich, dass bei Schürfwunden der Heilungsprozess verlangsamt abläuft. Sobald die Wunde vollständig abgeheilt ist, kann die Behandlung der Narbe z. B. mit dem Arzneimittel Contractubex® Gel beginnen, um eine möglichst unauffällige Narbenbildung und ein ästhetisches Hautbild zu erzielen. Narbenpräparate wie Contractubex® Gel können dafür sorgen, dass Narben verblassen, elastischer und flacher werden. Das Contractubex® Narbengel kann entsprechend der Narbenheilung und Kollagenbildung für drei bis sechs Monate zwei bis drei Mal täglich sanft in die Narbe einmassiert werden.

Pflichttext Contractubex® Gel

Anwendungsgebiete:

Bei vergrößerten (hypertrophen), wulstigen (keloidförmigen), bewegungseinschränkenden u. optisch störenden Narben nach Operationen, Amputationen, Verbrennungen u. Unfällen; bei Gelenksteife (Kontrakturen) z.B. der Finger (Dupuytren’sche Kontraktur) u. durch Verletzung entstandenen (traumatischen) Sehnenkontrakturen sowie bei Narbenschrumpfungen (atrophe Narben). Anwendung nach Wundschluss.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Stand: Mai 2021

Merz Pharmaceuticals GmbH, 60048 Frankfurt

Pflichttext